Inhalt dieses Artikels
1Warum Einbruchschutz so wichtig ist
In Deutschland wird alle 2-3 Minuten eingebrochen. Die gute Nachricht: Etwa ein Drittel aller Einbruchsversuche scheitert an guter Sicherheitstechnik. Schon einfache Maßnahmen können Einbrecher abschrecken, denn sie suchen den schnellen Erfolg. Dauert ein Einbruchsversuch länger als 3-5 Minuten, geben die meisten Täter auf.
2Tipp 1: Sicherheitsschloss einbauen
Die Haustür ist der häufigste Einstiegspunkt. Ein hochwertiges Sicherheitsschloss mit Mehrfachverriegelung ist die wichtigste Investition. Achten Sie auf Schlösser mit mindestens RC2-Zertifizierung (Resistance Class 2). Diese widerstehen Einbruchsversuchen mit einfachem Werkzeug mindestens 3 Minuten.
3Tipp 2: Schutzbeschläge montieren
Ein Schutzbeschlag verhindert, dass Einbrecher den Schließzylinder abbrechen oder aufbohren können. Er umschließt den Zylinder mit einer gehärteten Stahlplatte. Kostenpunkt: 80-150€ inklusive Montage - eine lohnende Investition.
4Tipp 3: Fenster sichern
Gekippte Fenster sind offene Fenster für Einbrecher. Aber auch geschlossene Fenster lassen sich oft in Sekunden aufhebeln. Nachrüstbare Fenstersicherungen wie:
- Abschließbare Fenstergriffe (ab,- 20 €)
- Pilzkopfverriegelungen
- Zusatzschlösser für Fenster (ab,- 30 €)
- Fenstergitter für Kelleröffnungen
5Tipp 4: Terrassentür nicht vergessen
Terrassentüren sind beliebte Einstiegspunkte, weil sie oft schlechter gesichert sind als die Haustür. Hier helfen: Mehrfachverriegelung, Zusatzschlösser, Querriegel oder spezielle Terrassentür-Sicherungen.
6Tipp 5: Anwesenheit simulieren
Einbrecher beobachten Häuser oft tagelang. Simulieren Sie Anwesenheit, wenn Sie nicht da sind:
- Zeitschaltuhren für Licht und Radio/TV
- Smart-Home-Systeme für zufällige Lichtmuster
- Briefkasten regelmäßig leeren lassen
- Rollläden nicht dauerhaft geschlossen halten
- Rasen mähen lassen bei längerer Abwesenheit
7Tipp 6: Außenbereich beleuchten
Bewegungsmelder mit Außenbeleuchtung schrecken Einbrecher ab. Dunkle Ecken und Eingänge sollten bei Bewegung hell beleuchtet werden. LED-Strahler mit Bewegungsmelder gibt es ab,- 30 €.
8Tipp 7: Wertgegenstände sichern
Sollte doch einmal eingebrochen werden, sollten wertvolle Gegenstände zusätzlich gesichert sein. Ein verankerter Tresor bietet Schutz für Schmuck, Bargeld und wichtige Dokumente. Achten Sie auf mindestens Sicherheitsstufe S1 oder besser S2.
9Tipp 8: Nachbarschaftshilfe
Aufmerksame Nachbarn sind der beste Einbruchschutz. Sprechen Sie sich ab, achten Sie gegenseitig auf verdächtige Personen und leeren Sie bei Abwesenheit gegenseitig den Briefkasten.
10Tipp 9: Alarmanlagen als Ergänzung
Eine Alarmanlage ist eine gute Ergänzung zur mechanischen Sicherung, ersetzt diese aber nicht. Wichtig: Mechanischer Schutz geht vor elektronischem Schutz! Die Alarmanlage nützt nichts, wenn der Einbrecher in 10 Sekunden drin ist.
11Tipp 10: Kostenlose Beratung nutzen
Die Polizei bietet kostenlose Einbruchschutz-Beratung an. Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen kommen zu Ihnen nach Hause und zeigen Schwachstellen auf. Auch viele Schlüsseldienste bieten kostenlose Erstberatung an.
Häufige Fragen
Was kostet guter Einbruchschutz?
Schon mit 200-500€ können Sie die wichtigsten Schwachstellen sichern. Eine komplette Nachrüstung kostet je nach Haus 1.000-3.000€. Bedenken Sie: Ein Einbruch verursacht durchschnittlich 3.000€ Schaden.
Gibt es Förderung für Einbruchschutz?
Ja! Die KfW fördert Einbruchschutz mit günstigen Krediten und Zuschüssen. Bis zu 1.600€ Zuschuss sind möglich. Informieren Sie sich unter kfw.de.
Wann brechen Einbrecher am häufigsten ein?
Entgegen der Annahme brechen die meisten Einbrecher tagsüber ein - wenn niemand zu Hause ist. Besonders beliebt: Werktage zwischen 10 und 13 Uhr sowie 17 und 21 Uhr.